12.11.2009 11/12/09

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Rennbericht von Marcel Biehl - Spa 2006

Zum Saisonauftakt der HRA German Open in denn belgischen Ardennen herrschte freitags bestes Wetter, denn es regnete mal nicht. In der ersten Trainingssession setzte Karel Sauerbier im Chevron Formel2 die schnellste Zeit, gefolgt von Frank Grooz in dem schnellen March 79 SuperVau. Auf einem starken dritten Platz landete unser Meister Klaus-Dieter Häckel im Lola T640 Formel Ford1600. Marcel Biehl belegte im Formel Ford 2000 den vierten Rang, dicht gefolgt von Roland Fischer im 1000’er Formel3 Tecno. Schnellster bei den Formel3 2000 war Klaus Henrich vor Axel Pilz. Die Klasse der Sports2000 führte der schnelle Däne Ken Lyngby an, gefolgt vom Präsidenten der HRA Harald Schmeyer. Die eigentlichen Favoriten hatten alle mit Problemen bzw. Ausfällen zu kämpfen. Frank Taubert kollidierte in der zweiten Runde mit einem langsameren Fahrzeug und schied damit für den Rest des Wochenendes aus. Peter Hug kämpfte mit Problemen in der elektrischen Anlage und fand dann ein gebrochenes Kabel. Gerd Holtkamp hatte das ganze Wochenende Schwierigkeiten mit der Zündung. Der größte Pechvogel war allerdings Michael Brocks, der nach einem Bruch eines Uniball Gelenks, frontal und ohne Ausweichmöglichkeit in einen Reifenstapel krachte. Zum Glück blieb er bis auf ein verstauchtes Handgelenk unverletzt.

Auch zum zweiten Zeittraining war das Wetter noch OK. Das Training wurde schon nach drei Runden für gute 5 Minuten unterbrochen, da ein Fahrzeug die Bus Stop Schikane blockierte Nachdem der Kabelbruch gefunden war dominierte Peter Hug mal wieder das Geschehen. Bruno Huber kam nun auch immer besser mit der Strecke zurecht und fahr die Zweitschnellste Zeit der Trainingssitzung, damit waren die Formel 3 2000ccm Piloten die schnellste Leute auf der Strecke. Danny Deschutere platzierte seinen Formel2 als drittschnellstes Fahrzeug gefolgt von Marcel Biehl im van Diemen RF84. Unser Meister des Vorjahres, Klaus-Dieter Häckel, war auch wieder schnellster bei den Formel-Ford1600 Fahrzeugen und der einzige der ihm in seiner Klasse nahe gekommen war, war unser niederländischer Freund Rouel Mulder. Die Klasse der Formel 3 Fahrzeuge bis 1973 beherrschte wieder der Kölner Roland Fischer im Tecno1000 vor dem 1600’er Ensign von Peter Prause. Bei den Sports 2000 war auch diesmal Ken Lyngby der schnellste Mann. John Stapelton war der Maßstab für die Formel Vau Piloten und nur John Randall konnte ihm folgen. 

In der Nacht zum Samstag fielen die Temperaturen. Aber das Wetter schien zu halten – zumindest solange bis das Feld an den Vorstart rollte. Nach der Einführungsrunde glaubten einige Piloten ihren Augen nicht, und wollten die Schneeflocken die vom Himmel fielen nicht sehen. Aber nach der zweiten Einführungsrunde hatte sich der Schneefall erledigt und das Rennen konnte ganz normal gestartet werden. Peter Hug im Ralt RT1 (der übrigens schon von Nelson Piquet und Eddie Jordan pilotiert wurde) verteidigte seine Führungsposition und fuhr nach seiner Rennpause einen ungefährdeten Start/Ziel Sieg ein. Es entbrannte ein schöner Fight zwischen unserem Schweizer Bruno Huber, dem am Vorstart sein Startknopf im Stich gelassen hatte (Schweizer Gründlichkeit: Bruno hat einen zweiten Startknopf in seiner Heckverkleidung des Argo JM1montiert) und Karel Sauerbier. Zwischen den beiden gab es mehrere Positionswechsel, aber zum Schluss konnte sich der Niederländische Formel2 Pilot im Chevron B40 gegen den Schweizer durchsetzen, der anscheinend nichts von Schweizer Gemütlichkeit hält. Auf den vierten Gesamtrang landete der Kaarster Marcel Biehl in seinem Van Diemen RF84, der damit seine Klasse gewann. Frank Grooz mit seinem March 79SV wurde Gesamt fünfter und musste sich zum Ende des Rennens gegen Klaus Henrich im Ralt RT1 zur Wehr setzen. Henrich wiederum stellte klar wer Herr seines Zeltes ist und verwies den Berliner Axel Pilz auf den siebten Gesamtrang und Platz vier in der GO2. Den Windschatten von Pilz nutze Roland Fischer im Tecno und belegte den Hervorragenden achten Gesamtplatz und gewann damit auch klar seine Klasse, vor dem Arnsberger Peter Prause auf seinem Ensign. Unser amtierender Meister hatte nur mit Roel Mulder zu kämpfen. Aufgrund einer Kollision von Mulder mit Kinkel fuhr Klaus Dieter Häckel aber einen ungefährdeten Sieg bei den FF1600 ein und hatte im Ziel mehr als eine Minute Vorsprung vor Hans Meskens. Janscho van Abels komplettierte die Top10 und wurde zweiter bei den FF2000, gefolgt von Kees van der Wouden junior. Ken Lyngby gewann die Klasse der Sports2000 vor Harald Schmeyer. Bei den Formel Vaus setzte sich Jon Randall vor John Stapleton durch. Verwirrung gab es etwas nach dem Rennen da einige Fahrer nicht abgewinkt wurden, da die Rennleitung die Fahrer eine Runde zu lange auf der Piste ließen und wir 10 anstatt von 9 Runden fuhren. Lothar Peters hatte damit etwas Pech, da nicht genug Benzin für zehn Runden plus zwei Einführungsrunden in den Tank seines Merlyn passen. Er blieb in der letzten, nicht gewerteten Runde, nach der Blanchimont ohne Treibstoff liegen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, meinte es der Wettergott nicht Gut mit uns. Gegen 6.00Uhr wurden einige Fahrer durch die Geräusche von Hagelkörnern auf Ihren Wohnwagen geweckt. Ab 7.00 Uhr regnete es dann für eine Stunde, und bei den niedrigen Temperaturen wollte die Strecke nicht so recht abtrocknen. Also zogen ca. 90% der Teilnehmer Regenreifen auf. Nach der Einführungsrunde zweifelten einige Piloten an Ihrer Entscheidung, da die Ideallinie auf der hälfte der Streck schon fast trocken war. Dennoch fuhren dann all mit Regenreifen weiter und diese Entscheidung war wohl auch richtig.

Nach dem Start setzte sich Peter Hug gleich in Führung, gefolgt vom Schweizer Bruno Huber. Karel Sauerbier hatte im nassen Traktionsprobleme bei seinem 250PS starkem Chevron Formel2 Renner und büsste in der ersten runde sofort 3 Plätze ein. Frank Grooz erwischte einen guten Start und überholte Marcel Biehl vor der Eu Rouge. Der konterte allerdings und Überholte Grooz am Ende der Kemel-Geraden. Damit waren an der Spitze des Feldes erstmal die Positionen bezogen. In der dritten Runde bekam Hug Zündaussetzer und Huber nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich in Führung und konterte eine Runde lang die Attacken des Ehrenkircheners im RT1. Der allerdings in der vierten Runde ausrollte und das Rennen beenden musste. So fuhr Bruno Huber (der Argo JM1 von Huber ist übrigen aus Erstbesitz, denn Huber kaufte dieses Auto 1979 als Neuwagen und fuhr ihn bis 1986 in der Schweizer Formel3 Meisterschaft) seinen ersten Klassensieg in der GO2 und Gesamtsieg in der German Open ein. Herzlichen Glückwunsch in die Schweiz. Auf dem zweiten Gesamtrang landete Marcel Biehl im van Diemen RF84 der damit auch die Klasse der GO4 gewann. Das Podium rundete Frank Grooz im March 79SV ab, der damit den Klassensieg der GO1 holte. Klaus Henrich im RT1 wurde zweiter der GO2 und kämpfte das ganze Rennen über mit Karel Sauerbier im Chevron. Roland Fischer fuhr die ganze Zeit im Windschatten der beiden und im Ziel war Fischer nur 5/10 hinter Henrich. Damit gewann Fischer die GO3 im Formel3 1000ccm Tecno. Beachtlich Roland Fischer fuhr die schnellste Rennrunde! Der Berliner Axel Pilz wurde dritter in der GO2 und platzierte seinen RT1 als achter im Gesamtklassement. Dahinter lief der Däne Ken Lyngby im Ziel ein der damit die Klasse der Sports2000 vor dem Präsidenten der HRA Harald Schmeyer gewann. Klaus Dieter Häckel fehlte die Konkurrenz und gewann mit Abstand die Klasse der Formel Ford 1600 vor dem Kölner Dirk Hochhold. Hochhold scheint nun die Technik seines Hawke DL19 im Griff zu haben, da er voriges Jahr der Pechvogel der HRA war. Etwas Glück hatte Hochhold allerdings jetzt, da er in der siebten Runde, einen sehr Optimistischen Bremspunkt wählte, und in die Reifenstapel in der Bus Stop Schikane knallte. Das Rennen wurde abgebrochen und die sechste Runde des Rennens als Endergebnis gewertet. Peter Prause, schnellster Formel3 1600 Pilot, wurde zweiter der GO3 vor dem Schweizer Juerg Tobler im Chevron B17 Formel3 1000ccm.

Bilder: Manfred Biehl

Hug (6) siegte im ersten Rennen. Meister Häckel (1) weit vorn im Training mit FF 1600. Bilder aus der Startvoraufstellung am Samstag.

Figaj (65, ELDEN MK 10) und W. Peters (52, Lotus 51)

Startaufstellung am Samstag

 

Peter Hug: "Champagne!!!!"

Sieger des Sonntag Rennens: Huber (CH) vor Biehl (links) und Frank Grooz. Der Serienkoordinator Manfred Biehl (2. v.r.) gratuliert.