44. AvD Oldtimer Grand Prix 2016, alle Infos

Hier der Rennbericht:

Ich versuche, schon auf kalten Reifen schnell zu sein“

 Text: Erich Kahnt

Zandvoort

09.09.2016 - 11.09.2016

Wie auch in Hockenheim,werden wir in Zandvoort drei Qualifyings haben. Es sind für unseren üblichen zwei Qualifyings einfach zu viele Nennungen eingegangen.

Race Festival Spa, Ergebnisse, Punkte, erste Bilder

22.07.2016 - 24.07.2016

So, jetzt ist auch das Saison Highlight von vielen schon wieder vorbei.

Rennbericht: 

„Ich dachte, mich tritt ein Pferd!“

 

Text: Erich Kahnt

 

Die vierte Runde zur HRA-Meisterschaft, das „Youngtimer Festival Spa“, wartete von der Nennliste her auch in der Spitze des Starterfeldes noch einmal mit qualitativen Veränderungen zu Oschersleben und zur  Historic Trophy Nürburgring auf – noch mehr Konkurrenz im Kampf um die Gesamtsiege in den Rennläufen war angesagt. So meldete sich auf der „Ardennen-Achterbahn“ der Italiener Valerio Leone mit seinem 78er Formel-3-March 783-Toyota Novamotor wieder zurück, der zweifache Gesamtsieger beim Saisonauftakt in Hockenheim. Der 62-jährige Walter Hoffmann wiederum, der am Nürburgring pausiert hatte, war hier von seinem Formel-3-Ralt RT 1-Toyota Novamotor in ein deutlich moderneres Gefährt, den Formel-3-Dallara F 386-Alfa Novamotor umgestiegen.

 

Hoffmann blickt auf eine überaus erfolgreiche Karriere als Motorrad-Rennfahrer zurück zwischen 1974 und 2000 mit solchen Highlights wie Deutscher Vizemeister 500 ccm 1976, Deutscher Meister 350 ccm 1980, WM-Vierter in der TT-Weltmeisterschaft F2 1984/85, Deutscher Rundstreckenpokal-Sieger 1999 sowie Sieger Classic Rennen Daytona in den Jahren 1997 bis 2000. Im Historischen Motorsport auf vier Rädern war er auf einem Martini Mk 31 bereits 2004 HRA German Open-Sieger in der Historischen Formel 3 und 2005 in der Französischen Historischen F3-Meisterschaft Erster der Klasse C5, darüber hinaus im selben Jahr auf einem March 712 M Dritter der Gesamtwertung in der Historischen Formel-2-EM „Jochen Rindt Trophy“. Und Motorrad-Rennfahrern sagt man auch schon einmal nach, sie wären gemeinhin gute Regen-Piloten…

 

Spa-Francorchamps ist bei den allermeisten Rennfahrern auch in dieser Szene sehr beliebt, die in den 20er Jahren einmal aus öffentlichen Landstraßen konzipierte Natur-Arena hat auch durch die aus Sicherheitsgründen notwendige Verkürzung 1979 sowie den Ausbau der Strecke inklusive Sperrung für den öffentlichen Verkehr kaum etwas von ihrem ursprünglichen Charakter und den damit verbundenen Herausforderungen verloren. Das Qualifying offenbarte in der Spitze eine sehr hohe Konkurrenzdichte, zwischen den Rundenzeiten des Ersten und Zehnten in der Gesamt-Reihenfolge lagen gerade einmal 4,5 Sekunden, das sind auf diesem Sieben-Kilometer-Kurs „keine Entfernungen“.

 

Und in seinem erst zweiten Formel-3-Rennen eroberte das „HRA-Küken“, der Däne Christian Olsen im Formel-3-Martini Mk 39-Alfa Romeo, schon am Nürburgring in Startreihe eins, mit 2.36,033 Minuten (Schnitt 161,6 km/h) die Pole Position. Auf den nächsten Startplätzen: Valerio Leone/March 783-Toyota Novamotor (2.36,809), Stefan Scho/Ralt RT 3/84-VW Spiess (2.37,165), Walter Hoffmann/Dallara F 386-Alfa Novamotor (2.37,295), Vater Tom Olsen/Martini Mk 39-Alfa Romeo (2.37,957), Daniel Hornung/Ralt RT 3/83-Toyota Novamotor (2.38,840), die Nürburgring-Sieger Falk Künster/GRD 374-Toyota Novamotor (2.39,828) und Michael Ringström/March 753-Toyota Novamotor (2.40,123), dann Stefan Krämer im Reynard SF 84 als diesmal Schnellster in der GO 3 (2.40,205) und dessen Klassenkonkurrent Helmut Hess im Reynard SF 88 (2.40,522). Der amtierende HRA-Meister Harald Schmeyer war als 13. in der Gesamtreihenfolge mit seinem Lola T 492 noch klar vorn in der Sports2000-Kategorie GO 6 (2.45,279) vor Martin Hörter im Lola T 590 (2.48,557).

 

Als der erste Rennlauf gestartet wurde, setzte leichter Regen ein, der in der Folge aber nicht mehr nachließ. Nach etwa zwei Rennrunden musste bereits das Safety Car auf die Strecke hinaus, zu diesem Zeitpunkt lag Walter Hoffmann (Dallara F 386-Alfa Novamotor) schon vorn, es folgten Valerio Leone (March 783-Toyota), Michael Ringström (March 753-Toyota), Christian Olsen (Martini Mk 39-Alfa Romeo), Stefan Scho (Ralt RT 3/84-VW Spiess) und Falk Künster (GRD 374-Toyota Novamotor). „Da hatte ich schon ein haariges Erlebnis mit Christian Olsen hinter mir“, berichtete Stefan Scho, starker Dritter in beiden Qualifying-Läufen, nachher. „Oben auf der Geraden hinter ‚Eau Rouge‘ war ich schon links neben ihm, als er herüber zog und ich ausweichend mit zwei Rädern von der Strecke musste – er hat sich aber entschuldigt, er hätte mich übersehen.“ Später riss an Schos Auto dann der Gaszug, „ein Teil, das vielleicht zwei Euro kostet.“

 

Als das Safety Car die Strecke wieder verließ, war sich Martin Hörter, im Sports2000-Lola T 590 in der GO 6-Klasse dicht hinter Harald Schmeyer an zweiter Stelle liegend, nicht sicher, wie lange das Rennen noch dauern würde. „Ich hatte mir gedacht, ‚Häng dich an Harald Schmeyer, das ist ein ausgesprochener Spa-Spezialist‘, und hatte mir schon zwei, drei Stellen ausgesucht, wo ich ihn eventuell packen könnte. Als

die Strecke wieder freigegeben wurde, entschied ich mich für sofortigen Angriff. Auf der Geraden hinter ‚Eau Rouge‘ liefen wir beide auf einen langsamen Nachzügler auf, der brav in der Mitte der Fahrbahn fuhr. Harald entschied sich für rechts vorbei, ich für links, und das war für die folgende Schikane die bessere Position, so ging ich in Führung. Es war aber erst die vorletzte Runde, und so musste ich noch eine Runde bis ins Ziel um den Sieg zittern, da ich jederzeit mit seinem Konter rechnete.“ Es war bereits sein vierter GO 6-Klassensieg in laufender Saison. „Ich fahre aber grundsätzlich gern im Regen. Kritische Passagen sind die Doppel-Links ‚Pouhon‘, die ist der Hammer, die fällt nachher leicht nach außen ab, auch ‚Blanchimont‘ ist im Regen spannend, hier sollte man nicht rechts auf den grün lackierten Teil geraten, sonst ist der Abflug vorprogrammiert.“

 

An der Spitze lag Walter Hoffmann im Dallara F 386-Alfa in der vorletzten Runde schon mit rund zwölf Sekunden Vorsprung vorn und hatte gerade vor der „Bus Stop“- Schikane noch einen überrundeten blauen Formel Ford überholt. „Nach der Safety Car-Phase fuhr ich sofort wieder Vorsprung heraus und wollte nur noch das Rennen sicher nach Hause fahren“, berichtete er nachher aufgeregt. „Ich hatte den Formel Ford schon locker passiert, lenkte nach rechts in die Schikane ein, dann nach links, als ich dort im Scheitelpunkt von hinten einen Stoß bekomme…ich dachte, mich tritt ein Pferd! Der war mit blockierten Rädern in mich hinein gefahren. Ich stellte ihn nach dem Rennen zur Rede, aber er erklärte doch tatsächlich, er könne doch wohl auch sein eigenes Rennen fahren und kämpfen – aber wieso mit mir, dem Führenden im Gesamtklassement? Das versteht kein Mensch!“

 

So sicherte sich äußerst knapp Valerio Leone im March 783-Toyota mit nur 0,2 Sekunden vor Michael Ringström im March 753-Toyota Novamotor den Gesamtsieg, 3,2 Sekunden hinter Leone kam Vater Tom Olsen auf dem Martini Mk 39-Alfa Romeo auf dem letzten Podiumsplatz ins Ziel, weitere 1,2 Sekunden dahinter der Pechvogel Walter Hoffmann im Dallara. Falk Künster wurde Fünfter Gesamt, dann folgte die hart kämpfende Spitzengruppe der Klasse GO 3, hier siegte diesmal Stefan Krämer im Reynard SF 84, 1,4 Sekunden vor Helmut Hess (Reynard SF 88) und 3,4 Sekunden vor Roberto Cocciarelli im Swift DB 3.

 

Zwischen den Rennläufen wurde dann Marcel Biehl als Organisator der HRA-Rennserie zur Rennleitung beordert, um etwas mehr Disziplin ins Starterfeld zu bringen, Einhaltung der Startaufstellung, Überholen unter Gelb, das halbe Programm war Thema. „Wir haben dann noch einmal eine Fahrerbesprechung durchgeführt“, erzählte Marcel Biehl. „Und haben die Fahrer nochmals an die Einhaltung der Disziplin erinnert, besonders beim Start.

 

Prompt ging es beim zweiten Rennlauf, der am Sonntag noch auf nasser beziehungsweise feuchter Fahrbahn gestartet wurde, gesittet zu. „Ich hatte dann gleich in der Einführungsrunde hinter dem Pace Car eine Schrecksekunde, als das Gaspedal auf Vollgas hängen blieb und ich nur noch die Zündung ausschalten konnte“, schilderte Walter Hoffmann nachher. „Ich überlegte noch, ob ich zur Seite fahren sollte, um die anderen nicht zu behindern, da funktionierte es wieder besser. Ungefähr auf Höhe der ‚Bus Stop‘-Schikane kam das Pedal dann schon zu Zweidritteln zurück, also entschied ich mich für den Start.“

 

Nahezu alle starteten mit Regenreifen, aber Stefan Scho im Ralt RT 3/84-VW Spiess pokerte auf Slicks – und verlor heftig. Auf einer feuchten Stelle geriet er ins Schleudern, schlug mit dem Heck zuerst ein, wobei auch die Wagenfront stärker beschädigt wurde. Je mehr Vertrauen er in sein Gaspedal empfand, umso mehr tigerte in der Folge Walter Hoffmann nach vorn, von Platz vier auf zwei, zwei Runden vor Schluss bremste er auch noch Valerio Leone im March 783-Toyota aus und siegte mit 2,3 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener, „mit total abgefahrenem linken Vorderreifen, aber das ging den anderen ja ähnlich.“ Falk Künster im GRD 374-Toyota wurde Dritter vor Tom Olsen im Martini Mk 39-Alfa Romeo. Diesmal schon auf Platz fünf Gesamt rangierte der erneute Klassensieger GO 3, Stefan Krämer im Reynard SF 84, der in Lauf zwei seine Klassenkonkurrenten Helmut Hess (Reynard SF 88) und Roberto Cocciarelli deutlicher hinter sich ließ. Nach hartem Duell besiegte Martin Hörter im Lola T 590 in der Klasse GO 6 Harald Schmeyer im Lola T 492 noch einmal, aber äußerst knapp mit nur 0,8 Sekunden Vorsprung. „Mein Wunsch ist, am Saisonende den dritten Tabellenplatz einzunehmen,“ kommentierte er noch, „ganz vorn überlasse ich den jungen Leuten, ich bin ja schon 52.“

Historic Trophy! Ergebnisse!

17.06.2016 - 19.06.2016

Ergebnisse, Bilder und Rennbericht sind Online

aktuelle Punktestände HRA sind online

Die ersten Bilder vom Dieter Wildenberg sind auf unsere Facebookseite Online:

Rennbericht: 

Da braute sich etwas zusammen

 Text: Erich Kahnt

 Schon die Nennliste zur dritten Runde der HRA-Rennserie und des AvD Historic Cup FFR bei der Historic Trophy auf dem Nürburgring-Grand-Prix-Kurs offenbarte, dass nicht nur das Starterfeld hier quantitativ deutlich üppiger sein würde (tatsächlich waren nachher 55 Autos insgesamt für die Rennläufe qualifiziert), sondern zudem auch qualitativ in der Spitzengruppe, bei den schnellsten Formel-3-Piloten, wohl Einiges „gebacken“ sein würde. Das roch hier und da schon nach Aufrüstung, die Chancen auf Gesamtsiege in den Rennläufen waren in der Eifel doch breiter verteilt als zuletzt in Sachsen-Anhalt.

 So stieg Stefan Scho aus Ochtrup in seinen eigenen 84er Ralt RT3-VW Spiess um, ein Ex-Auto des neuseeländischen Tourenwagen-Profis Paul Radisich, der unter anderem Mitte der 80er Jahre auch einmal zwei Jahre lang an der Seite Damon Hills in der britischen Formel-3-Meisterschaft gefahren war. Scho hatte den Wagen noch mit Toyota-Triebwerk gekauft, aber dann komplett auf VW Spiess umgerüstet. „Das ganze Auto wurde aufmerksam revidiert“, erzählte er am Nürburgring. „Am letzten Samstag erst kam der Motor von Spiess, am Sonntag war ich aus dem Urlaub zurück, und dann haben wir jeden Feierabend vor dem Training bis 23.30 Uhr gearbeitet. Hier muss ich allerdings alles ganz allein machen, ich habe meinen Mechaniker inzwischen nach Hause geschickt, der erwartet sein zweites Kind. Aber ich war schon öfter allein. Wenn nichts dazwischen kommt, sollte ein Podiumsplatz im Gesamtklassement möglich sein.“ Und danach sah es auch unter den wachen Augen von Ralf Langhorst, Mitglied der Spiess-Geschäftsleitung, nach dem Qualifying wahrlich aus: dritter Startplatz Gesamt mit 2.09,257 Minuten.

Martin Hörter aus Ransbach-Baumbach wiederum war für den Nürburgring von seinem Sports2000-Lola T 590 – damit zuletzt noch zweifacher Klassensieger in Oschersleben - auf seinen 82er Formel-3-Ralt RT 3-Alfa Romeo umgestiegen, „um diesen Wagen schon einmal für das Historische Formel-3-Rennen beim AvD-Oldtimer-Grand Prix im August auf selber Strecke einzustellen.“ Er hatte fast ein Jahr lang nicht mehr im Formel-3-Wagen gesessen. „Und dann war ich hier sehr überrascht, ich war gleich Vierter im Qualifying, nur rund 1,7 Sekunden hinter Ringström“, freute er sich nach einer 2.09,6-Minuten-Runde. „Alles ist gut aussortiert, ein rundum sehr stimmiges Auto. Der Wagen lief 1983 in der italienischen Formel-3-Meisterschaft und hatte in der Folge nur drei Vorbesitzer. Eigentlich liebe ich meinen Sports2000, mit dem ich jetzt schon drei Klassensiege einfuhr, obwohl ich vor Saisonbeginn nicht geplant hatte, mit Blick auf die Tabelle zu fahren. So kann ich mir aber hier jetzt den Formel-3-Start leisten. Das Wetter zeigt sich zwar unsicher, aber ich bin die letzten fünf Jahre hier oben VLN gefahren, da kannst du dann Einiges ab, Regen käme mir sogar noch entgegen. Ein bisschen blöd ist nur, dass der zweite Rennlauf erst am späten Sonntagnachmittag ist, da fahre ich zwischendurch nach Hause und gehe mit dem Hund spazieren.“

Dann erfuhr im Vorderfeld noch jemand eine ganz bemerkenswerte Feuertaufe in der HRA-Rennserie, Christian Olsen, der erst 20-jährige Sohn eines HRA-Stammfahrers, des Dänen Tom Olsen. „Das ist jetzt unser Küken“, „bemutterte“ HRA-Rennorganisator Marcel Biehl auch gleich. Am Nürburgring starteten Vater und Sohn Olsen gemeinsam in zwei identisch weißen Formel-3-Martini Mk 39-Alfa Romeo und waren trefflich gelaunt. „Das sind genau die beiden Martini, die 1983 in der französischen Formel-3-Meisterschaft von der Equipe Serge Saulnier unter den Fahrern Patrick Gonin und Frederic de la Vallade eingesetzt wurden“, stellte Vater Tom die Autos vor. „Die waren 1983 Fünfter und Sechster der Meisterschaft mit den Startnummern 14 und 17, so fahren wir hier 214 und 217. Wir sind hier, weil wir alle Autos in dieser Serie lieben und jede Menge Spaß haben. Natürlich versuchen wir, bestmögliche Ergebnisse einzufahren.“

 Und dann war der Junior doch prompt Zweitschnellster des Qualifyings – mit nur 0,07 Sekunden Rückstand auf den Polesetter Michael Ringström im March 753-Toyota (2.07,793 Minuten). „Ich hatte mir gar nichts vorgenommen, hatte keine Idee, wie ich im Vergleich zur Konkurrenz stehen würde, und war total überrascht!“, staunte er. Es war sein allererster Formel-3-Start, bisher war er einige Jahre in diversen Kart-Serien und dann letztes Jahr fünf Rennen in England in einem Radical SR-1 und Tourenwagen zum Erwerb einer internationalen Lizenz gefahren. Anschließend hatte er zwei Testtage in Hockenheim und Silverstone absolviert. „Aber der Nürburgring ist bis jetzt schon einmal meine Lieblingsstrecke.“ Vater Tom Olsen fiel im ersten Training mit Getriebeproblemen aus, schaffte sich dann aber innerhalb von nur sieben Runden auf Startplatz fünf (2.10,284). Beide werden übrigens auch vom Schweden Slim Borgudd, dem ehemaligen ABBA-Schlagzeuger und Formel-1-Piloten bei ATS und Tyrrell Anfang der 80er Jahre, beraten…

Helmut Hess war am Nürburgring zurück - und in gewohnter Manier Trainingsschnellster in der GO3 im Reynard SF 88-Ford (2.11,136), knapp 1,4 Sekunden schneller in der Klasse als der Nächste, Roberto Cocciarelli (Swift DB3-Ford, 2.12,504). Auch der amtierende HRA-Meister Harald Schmeyer im Sports2000-Lola T 492-Ford meldete sich zurück mit – auch auf dem Grand Prix-Kurs persönlich – schnellster Runde in der GO6 (2.14,367), das war Startplatz zehn in der HRA-Gesamtreihenfolge.

Das Feld zur HRA-Rennserie einmal und zum AvD Historic Cup FFR andererseits ging jeweils in separaten  Startgruppen aufgestellt in die Rennläufe. Nach dem Start zu Rennlauf eins übernahm Tabellenführer Michael Ringström das Kommando, allerdings tigerte sich Falk Künster, der schon 2014 beim Historischen Formel-3-Rennen im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand Prix an selber Stelle geglänzt hatte, innerhalb der Startrunde von HRA-Startplatz elf bis auf den zweiten Rang vor – nach der zweiten Runde lag er vorn! Hinter den beiden Kampfhähnen brillierte „das Küken“ Olsen Junior mit völlig abgeklärter sauberer Fahrt in Sichtweite, ebenso ruhig dahinter lag Martin Hörter vor Vater Olsen und Stefan Scho. Hess führte die GO3 knapp vor Cocciarelli an, Volker Böhm (F3-Ralt RT 3/84-Alfa Romeo), Günter Becker (Reynard SF 86-Ford) und Harald Schmeyer als Leader einer diesmal nur dünn besetzten GO 6, der in der Anfangsphase dichter an den schnellsten Formelwagen dran blieb, folgten. Künster und Ringström schenkten sich im Kampf um den Sieg keinen Meter, ihre schnellsten Rundenzeiten fielen sogar noch unter 2.07 Minuten. „Geschwaderflug“ im Sekundenabstand, wiederholt Parallelkurs auf der Geraden, ein Hauch von Gewalt lag über der Szene. Nach der achten Runde lag Ringström wieder vorn. „Es war durch das Feld der Überrundeten hindurch eine Überholschlacht sondergleichen, einmal war er vorn, einmal ich“, gab Künster nachher zu Protokoll. „Mein Wagen lief nicht zu hundert Prozent, ich hatte nicht das Gefühl, dass er die komplette Distanz durchhalten würde. Meine Reifen bauten nach Rennhälfte ab, aber es ließ sich so gerade noch alles kontrollieren.“

Zu Beginn der zehnten Runde ging er wieder parallel und am Ende der Zielgeraden in Führung. In der ersten Linkskurve der „Mercedes-Arena“ aber, als Ringström gerade außen überholte, brach ihm leicht das Heck aus, er touchierte den Dänen, der sich weg drehte. „Das belegen auch Videoaufnahmen“, bekundet Marcel Biehl. So siegte Künster, während Ringström noch hinter Christian Olsen auf Rang drei zurückfiel, der keine drei Sekunden hinter dem Sieger die Ziellinie kreuzte! Stefan Scho als Vierter hatte noch Tom Olsen und Martin Hörter überholt, war aber dennoch nicht wirklich zufrieden. Eine ähnlich heiße Schlacht lieferten sich Hess und Cocciarelli an der Spitze der GO3-Klasse, in der letztlich Roberto Cocciarelli nach anfänglicher Hess-Führung mit nur 0,5 Sekunden Vorsprung die Oberhand behielt. Harald Schmeyer gewann die GO6 vor Markus Deutsch aus Aschheim in einem weiteren Lola T 492, der Niederländer Roel Mulder lag mit einem PRS RH 02 in der GO5 vorn, und Lothar Peters aus Oberhausen siegte mit seinem Merlyn Mk 9-Ford in der Klasse GO4.

 Der zweite Rennlauf am Sonntag wurde dann durch zwei Safety Car-Phasen gebremst, durch eine direkt nach dem Start, nachdem Stefan Scho wegen eines verbrannten Kabels von der Zündspule geradeaus gefahren war, das Auto stand für zwei Runden in der Anbremszone. Nach dem Restart ging Michael Ringström in der „Mercedes-Arena“ an Künster und Olsen vorbei in Führung, und diesmal behielt er sie bis ins Ziel, wobei er mit 2.06,128 Minuten (Schnitt 131,081 km/h) auch die schnellste Runde des Wochenendes drehte. Das Hin und Her, diesmal um den Ehrenplatz, lieferten sich Künster und Olsen Junior, und noch einmal ergatterte der Youngster diesen Platz, am Ende nur 0,25 Sekunden vor Künster – aber was für ein Debüt! Nur vier Sekunden hinter Künster kam Martin Hörter als Vierter erneut nach feinem Rennen ins Ziel, hauchdünn vor Vater Olsen. Helmut Hess als Gesamtsechster und diesmal Klassensieger GO3 blieb mit etwa 50 Metern Abstand klarer vor Roberto Cocciarelli, Harald Schmeyer war erneut in der GO6 vor Markus Deutsch deutlich vorn. Jürgen Braun im Lenham F 371 Lotus Twin Cam siegte in der GO4, Hartmut Kentgens im Elden PH 10-Ford in der GO5, Jean-Yves Schirra im Reynard 883 TOM‘S Toyota – wie in Rennlauf eins – in der GO7.

Beide Rennläufe zum AvD Historic Cup FFR gewann im Gesamtklassement hier der Schweizer Damien Mercanton im Tatuus, 5,5 beziehungsweise 1,8 Sekunden vor seinem Lands- mann Pascal Monbaron auf  Van Diemen RF 00. Im zweiten Rennlauf waren sie die einzigen Starter, die in diesem Feld übrig geblieben waren. Mercanton kam hier übrigens auf einen ausge- zeichneten zwölften Platz im gesamten Starterfeld, HRA und FFR. 

Preis der Stadt Magdeburg, Ergebnisse, Bilder und Rennbericht

20.05.2016 - 22.05.2016

Auch unser Rennen in Oschersleben ist schon wieder vorbei.

Ergebnisse sind Online, die ersten Bilderserien von Inga Rieger-Warken auch, wie immer auf unsere Facebookseite:

Rennbericht: 

„Oschersleben bietet kaum Gelegenheit, sich auszuruhen“

 Text: Erich Kahnt

 „Das ist eine wunderschöne Rennstrecke“, findet Martin Hörter aus Ransbach-Baumbach, der 2016 mit seinem Sports2000 Lola T 590 seine zweite Saison im Historischen Motorsport fährt und im Regen in Hockenheim im zweiten HRA-Rennlauf bereits seinen ersten Klassensieg in der GO 6 sicherstellte. „Sie ist zwar sehr anstrengend und bietet kaum Gelegenheit, sich auszuruhen. Aber sie ist flüssig zu fahren, hat von allem etwas, auch schnelle Passagen und bietet genügend Überholmöglichkeiten.“ Und Stefan Scho aus Ochtrup, FFR Meister 2010, ergänzt: „Das war hier für mich das erste Mal im Formel-Rennwagen, die Strecke ist recht anspruchsvoll, wenn man schnell sein will, muss man schon seine Hausaufgaben machen – Fahrwerk, Getriebeübersetzung, das alles muss auf den Punkt stimmen.“ 

 Sachsen-Anhalt empfing mit überwiegend strahlendem Sonnenschein und guten 20 Grad Temperatur. Am Donnerstag vor den Rennen war das Fahrerlager ab 15.00 Uhr geöffnet, ab 18.30 Uhr konnten die Boxen bezogen werden. Am Freitagmorgen war ein Kauftraining für alle anwesenden Formelrennserien GLP Pro, FFR, HRA und Haigo angesetzt, das stark genutzt wurde, es waren deutlich über 40 Autos auf der Strecke. Das HRA-Starterfeld war nicht ganz so üppig wie gewohnt, in der Spitze des Gesamtklassements fehlten beispielsweise die Italiener Valerio Leone, zweifacher Gesamtsieger in Hockenheim, Davide Leone, Fabrice Notari, der Däne Tom Olsen und auch Helmut Hess, mit seinem Reynard SF 88-Ford zweifacher Klassensieger in Hockenheim in der GO 3. In der GO 6 der Sports2000 war unter anderem der amtierende HRA-Meister Harald Schmeyer diesmal nicht am Start, aber insofern gut entschuldigt, als er zum 70. Geburtstag des „Altmeisters“ und wiederholten Titelgewinners Peter Hug eingeladen war, mit dem er in weiter zurückliegenden Jahren auch immer wieder gemeinsam Langstreckenrennen gewonnen hatte.

So hatte der Däne Michael Ringström mit seinem March 753-Toyota Novamotor – in solcher Verfassung liefen früher wohl einmal die „Werkswagen“ - im Kampf um die Gesamtsiege in beiden HRA-Rennläufen kaum einen Gegner. Falk Künster, der auch schon schöne Gesamtsiege feiern konnte, gab in seinem ein Jahr älteren GRD 374-Toyota Novamotor alles, aber da fehlte im Qualifying etwa eine halbe Sekunde pro Runde. Nach dem Qualifying standen beide in Startreihe eins mit Zeiten von 1.34,800 Minuten (Ringström, Schnitt 140,35 km/h) und 1.35, 416, dahinter reihten sich der Bremer Daniel Hornung (Ralt RT 3/83-Toyota Novamotor, 1.36,778), der aber dann wegen defekter Ölpumpe auf den Start verzichten musste, Stefan Scho aus Ochtrup (Ralt RT 1-Toyota Novamotor, 1.36,784) und der Saarländer Thomas Warken (Ralt RT 3/84-Alfa Romeo, 1.37,516), der hier schon allerdings mit Zündaussetzern zu kämpfen hatte, in weiteren Formel-3-Wagen ein.

 Auf dem sechsten Startplatz stand Roberto Cocciarelli im schnellsten Formel Ford 2000 als Spitzenreiter der Klasse GO 3 (Swift DB 3-Ford, 1.38,826). Der Nächstschnellste in seiner Klasse, Günter Becker im Reynard SF 86-Ford, auch schon einmal Meister, kam langsamer in Schwung (1.41,574), im Ranking der GO 3 folgten Jürgen Meyer (Reynard SF 86-Ford, 1.42,025) und Burghard Metzger (Dulon MP 18-Ford, 1.43,574), der aber auch unter Zündaussetzern litt. Auf Startplatz sieben im Gesamtklassement rangierte mit Damien Mercanton im Tatuus der Schnellste des FFR-Starterfeldes (1.38,965). Der Berliner Axel Pilz im March 733-Lotus TC war in der Klasse GO 4 vorn (1.42,239), Martin Hörter führte die Klasse GO 6 der Sports 2000 an (1.41,348).

Beim Vorstart für Rennlauf eins setzte bei Hochhalten des 3-Minuten-Schildes kurzzeitig Regen ein, der aber sofort aufhörte, als die Ampel von Rot auf Grün sprang. Michael Ringström gewann den Start, Falk Künster hetzte ihn sieben Runden lang, wobei beide mit persönlichen Rundenbestzeiten unter 1.34 Minuten sogar noch deutlich schneller als im Qualifying fuhren. Letztlich überrundeten sie bis auf den Dritten im Gesamtklassement alle Teilnehmer. Dann riss der Kontakt zwischen beiden aber ab, im Ziel lag Künster rund 6,9 Sekunden zurück. Zwischenzeitlich musste Thomas Warken seinen Ralt RT 3/84-Alfa Romeo mit starken Aussetzern abschalten. Auf den Plätzen drei und vier liefen Stefan Scho und Walter Hoffmann (beide Ralt RT 1-Toyota Novamotor) ein, auf Rang fünf der GO 3-Klassensieger Roberto Cocciarelli im Swift DB 3-Ford nach hartem Duell mit Volker Böhm im Formel 3-Ralt RT 3/84-Alfa Novamotor. Auch die schnellsten Sports2000 (GO 6) kamen noch unter die ersten Zehn im Gesamtklassement, hier behauptete sich Martin Hörter im Lola T 590-Ford 3,7 Sekunden vor Gero Meyerdierks im Tiga SC 81-Ford. „Ich denke, ich profitierte in diesem Durchgang von meiner deutlich besseren Startposition“, kommentierte Hörter den Lauf in der GO 6 aus seiner Sicht. „Ich konnte eine Weile in der Gruppe der Formel Ford 2000 mitfahren und mich in deren Windschatten von Meyerdierks absetzen.“ In der GO 4 musste Axel Pilz im March 733 Lotus TC mit Getriebeschaden aufgeben, so siegte hier Richard Nitschke im Elfin Catalina, im Gesamtklassement einen Platz hinter dem GO 1-Klassensieger, dem Australier Mark Goldsmith im Elfin 622 Lotus TC. Der Niederländer Roel Mulder gewann mit seinem PRS RH 02-Ford die GO 5, Jean-Yves Schirra war im Reynard 883 TOM’S Toyota in der GO 7 vorn.

Michael Ringström dominierte im Gesamtklassement auch den zweiten Durchgang, Falk Künster hielt mit, bis er wegen Gemischproblemen aufgeben musste, Thomas Warken war diesmal schon nach einer Runde draußen mit Verdacht auf eine defekte Zylinderkopfdichtung. So wurde Stefan Scho im Gesamtklassement Zweiter. „Ich fuhr – wie schon in Hockenheim – auch hier ein von Axel Pilz geliehenes Auto, mein eigenes wird zur Historic Trophy Nürburgring fertig“, schilderte Scho seine Cockpit-Perspektive. „Mit Ringström und Künster konnte ich nicht mithalten, so fuhr ich für mich allein, vor mir sah ich keinen und hinter mir dann auch nicht mehr, das war beinahe eine Spazierfahrt. Auch hatte mich Axel Pilz gebeten, ihm den Wagen mit guten Reifen zurückzubringen. So bestand meine einzige fahrerische Herausforderung darin, nach dem Start vor Walter Hoffmann zu bleiben, der mit mir in Startreihe zwei stand. Dessen Motor ging aber wie die Pest, nach dem Start wäre er beinahe auch noch an Ringström vorbei gefahren. In der ersten Links lag ich außen etwas zurück, konnte ihn dann aber in der langgezogenen Rechts innen auf dem breiten Curb packen – das wars. Nach dem Rennen sagte mein Sohn zu mir: ‚Du fährst wie ein Springpferd, das nur so hoch springt, wie es muss.‘“

In der letzten Rennrunde trickste der erfahrene Hoffmann im Kampf um Platz drei im Gesamt Volker Böhm noch aus, der erneute Klassensieger GO 3, Roberto Cocciarelli, schaute sich dahinter lange Zeit das Spiel an, nahm dann aber noch Tempo heraus. Der Zweikampf um den Ehrenplatz in der GO 3 zwischen Günter Becker und Jürgen Meyer in ihren Reynard SF 86-Ford endete mit einer leichten Kollision am Ende der Zielgeraden bei der Überrundung eines Konkurrenten, die Meyer zur Aufgabe zwang. Auf einen feinen achten Platz im Gesamt hinter Becker brachte GO 4-Klassensieger Axel Pilz seinen March 733 Lotus TC, nachdem ihm ein anderer Teilnehmer eine neue Getriebewelle geliehen hatte. Roel Mulder und Jean-Yves Schirra siegten jeweils erneut in GO 5 und GO 7 ebenso wie Mark Goldsmith wieder in der GO 1.

 Auch Martin Hörter krönte in der GO 6 das Wochenende mit erneutem Klassensieg und diesmal gar Rang sechs Gesamt im Sports2000 Lola T 590. „Dabei konnte ich aber noch von Glück sagen“, bekundete er nachher. „Ich hatte gedacht, ich fahre in der Klasse souverän vornweg, und zwischen den Läufen meinen Wagen vorn weicher abgestimmt. Das führte leider aber zu Übersteuern, so dass mich Gero Meyerdierks überholen konnte und drei Runden vor mir lag. Dann bremste er aber einmal am Ende der Zielgeraden ‚sehr sportlich‘ an und vergab damit etwas leichtfertig seine Siegchance.“

Beide Durchgänge zum AvD Historic Cup FFR gewann Harry Franz im Swift SC 97 im Gesamtklassement, den ersten aber nur hauchdünn mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Damien Mercanton im Tatuus, den zweiten 4,8 Sekunden vor Lars Clasen im Pilbeam SP 1. In beiden Rennläufen belegte Klaus-Dieter Häckel im Tatuus den dritten Platz, auch nicht weit entfernt, 8,9 beziehungsweise 5,7 Sekunden zurück.    

 

    

 

Preis der Stadt Stuttgart Ergebnisse, Bilder und Rennbericht!

22.04.2016 - 23.04.2016

So, nun ist auch schon wieder das erste Saisonrennen des Jahres Geschichte. Wir fanden es ein sehr kompaktes, aber schönes Wochenende.

Rennbericht: 

„Habe mich gefreut, wie anständig sich unsere Italiener benommen haben“

Text: Erich Kahnt

Dass Hockenheim mit typischem Aprilwetter begrüßt, ist für Hockenheim eigentlich untypisch. Wenn du normalerweise im Frühjahr Richtung Süden dahin fährst, kann es beispielsweise in der Eifel und im Hunsrück so grau und regnerisch sein wie es will, aber in der Ebene bei Mainz wird es gewöhnlich dann doch hell - nicht so diesmal, auch am Samstagmorgen Regen bis vor die Tür in Hockenheim. Und so bekamen die Teilnehmer der HRA-Rennserie und des AvD Histo Race Cup FFR zum letzten April-Wochenende so ungefähr alle Streckenbedingungen geboten, auch Rennläufe im Trockenen und auf völlig nasser Fahrbahn. Und auch das verschob in den Klassements hier und da die Reihenfolge im Ziel schon einmal deutlicher.

Nicht weniger als insgesamt 69 Nennungen waren für beide Rennserien eingegangen, die aber auf Grund der Streckenkapazität in Hockenheim (nur maximal 56 Autos für ein Qualifying zugelassen) leider nicht alle akzeptiert werden konnten. Und genau 56 qualifizierten sich dann bei trockener Strecke für die Rennen. Im Gesamtergebnis und für die beiden HRA-Rennläufe lag schließlich der Italiener Valerio Leone im Formel-3-March 783-Toyota Novamotor mit einer Bestzeit von 1.48,841 Minuten vorn vor dem Dänen Michael Ringström im Formel-3-March 753-Toyota Novamotor (1.49,148) und Davide Leone im Formel-3-Ralt RT 3/84-VW Spiess (1.50,980).

Dahinter platzierte sich schon der Spitzenreiter in der Klasse GO3, Hemut Hess im Formel-Ford-Reynard SF 88, mit beeindruckenden 1.51,257 Minuten, noch vor den schnellen Formel-3-Piloten Thomas Warken (Ralt RT 3/84-Alfa Novamotor), Tom Olsen (Martini Mk 39-Alfa Novamotor), Falk Künster (GRD 374-Toyota Novamotor), Daniel Hornung (Ralt RT 3/83-Toyota Novamotor) und Fabrice Notari (Ralt RT 3/82-VW Brabham Judd). Stefan Krämer (Reynard SF 84-Ford, 1.54,265) und Roberto Cocciarelli (Swift DB 3-Ford, 1.54,494) waren hinter Hess die Nächstschnellsten in der Klasse GO3.

In der Rennsportwagenklasse GO6 der Sports2000 lag der HRA-Meister 2015, Harald Schmeyer im Lola T 492-Ford, deutlich vorn (1.56,482) vor Gero Meyerdirks (Tiga SC 81-Ford, 1.59,231) und Martin Hörter (Lola T 580-Ford, 1.59,338). Für die Rennserie AvD Histo Race Cup FFR führte nach dem Qualifying Frank Wolber im Mygale SJ 99 mit 1.52,851 Minuten die Wertung an vor Nikolaj Madsen im Reynard SF 87 (1.53,871) und Francois Jenneret im Van Diemen RF 00Z (1.53,968).

Renlauf eins zur HRA-Rennserie fand auf trockener Bahn statt und gestaltete sich im Kampf um den Gesamtsieg äußerst spannend, was auch die Cockpit-Perspektive von Thomas Warken im Ralt RT 3/84-Alfa dokumentiert. „Ich hatte den Start aus fünfter Position sehr gut hinbekommen und konnte direkt Druck auf Davide Leone (Ralt RT 3/84-VW Spiess) aufbauen“, so Warken. „In der Sachskurve setzte ich mich neben ihn und war danach für ein paar Runden auf Platz zwei. Im Rückspiegel wurde aber Valerio Leone (10 Startplätze nach hinten versetzt, Überholen unter Gelb) (March 783-Toyota) schon immer größer, ein paar Runden danach konnte er mich überholen. Von da ab konnte ich den Fight von Michael Ringström (March 753-Toyota) in Führung und ihm gut beobachten, da ging es hin und her. In der Sachskurve verlor Michael dann sein Fahrzeug nach einem Angriff von Leone, musste durchs Gras und Platz zwei ging an mich. Den Abstand zu Michael konnte ich bis zum Rennende kontrollieren, aber mir fehlte zu meinen Kontrahenten Grip in den mittelschnellen Kurven.“

Valerio Leone siegte nach elf Runden mit knapp fünf Sekunden Vorsprung vor Warken, der nur 0,6 Sekunden vor Ringström die Ziellinie kreuzte. Es folgten im Gesamt und in der GO2 Davide Leone, Stefan Scho (Ralt RT 1 Toyota Novamotor) und der Italiener Fabrice Notari (Ralt RT 3/82-VW Brabham Judd). Helmut Hess gewann klar die Klasse GO3 mit 15 Sekunden Vorsprung vor Roberto Cocciarelli (Swift DB 3-Ford) und 23,5 Sekunden vor Stefan Krämer (Reynard SF 84-Ford). Harald Schmeyer siegte in der GO6 23,5 Sekunden vor Martin Hörter und über 50 Sekunden vor Kevin Overmann (Royale RP 37-Ford).

 

Den ersten Rennlauf zum AvD Histo Race Cup FFR gewann im Gesamtklassement Harry Franz im Swift SC 97, dem aber auf der Hatz bis ins Ziel die Geschlagenen regelrecht im Genick saßen, in der Vorletzten Runde kam Klaus Dieter Häckel noch als führender über die Start Ziel Linie, musste aber sein Fahrzeug nach einer Kollision um die Spitze abstellen). Damien Mercaton lag im Tatuus als Gesamtzweiter nur 0,2 Sekunden zurück, Eric Heudicourt im Mygale SJ 03 nur 1,5 Sekunden zurück und der Trainingsschnellste, Nikolaj Madsen im Reynard SF 87, nur 2,2 Sekunden hinter dem Sieger. Franz, Madsen, Nils Leuber (Van Diemen RF 88) und Roel Mulder (PRS RH 02) siegten in ihren Klassen.

 

Samstagmorgen kam das Wasser, und die Uhren gingen anders. Jetzt war draußen im Zweikampf auch äußerste Disziplin gefragt, wollte man denn nicht alles ins Kiesbett schmeißen. Im zweiten HRA-Rennlauf gewann Valerio Leone den Start, hatte als Einziger immer Gischt-freie Sicht nach vorn, und das war schon „die halbe Miete“ für ihn. Thomas Warken und Michael Ringström ließen ihn aber nicht entkommen, nach der fünften Runde lag Warken nur noch eine Sekunde hinter Leone. „Ich hatte leider seit dem Start starke Zündaussetzer, die bis zum Rennende gleich blieben, die Ursache war ein feuchtes Steuergerät“, berichtete Warken. „Trotzdem konnte ich beim Anbremsen und in den Kurven viele Meter wieder gutmachen, die ich auf der nächsten Geraden dann wieder verlor. Die Sicht war stellenweise gleich Null, ich hatte trotzdem viel Spaß, solche Bedingungen liegen mir.“ Als kurz vor Rennende die Aussetzer noch stärker wurden, verlor er Platz zwei an Michael Ringström, der 2,6 Sekunden hinter dem zweifachen Gesamtsieger des Wochenendes, Valerio Leone, ins Ziel kam und mit 2.16,421 Minuten die schnellste Rennrunde drehte.

 

„Die Konditionen waren sehr rutschig, man sieht schlechter, aber sonst ist der Regen ja für alle gleich“, meldete der Gesamtsiebte, der Däne Tom Olsen, die Cockpit-Perspektive aus dem Martini Mk 39-Alfa Romeo. „Aber man muss sich immer bemühen, man muss fahren mit so viel Grip wie man hat. Einige vor mir schienen mehr Grip zu haben als ich. Was wir hier fahren, ist zwar Gentleman Racing, aber viele haben doch ihren eigenen Ehrgeiz noch. Ich denke, die ersten Fünf bis Zehn fahren alle, um zu gewinnen. Und es gibt hier so viele gute Fahrer, das macht den Spaß aus, diese Serie zu fahren.“

 

Die Klasse GO3 ging wieder an Helmut Hess, wieder vor Cocciarelli, diesmal allerdings nur mit 12/100 Sekunden Vorsprung, was ca. Radlänge bedeutet und Krämer. In der Rennsportwagenklasse GO6 war aber bei diesen Konditionen Martin Hörter im Lola T 580-Ford deutlich vorn vor Kevin Overmann und Harald Schmeyer, der im Regen mit Zündaussetzern zu kämpfen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten es die Teilnehmer des AvD Histo Race Cup FFR schon länger hinter sich, sie mussten quasi direkt nach dem Aufstehen in das Sauwetter. In Rennlauf zwei siegte hier diesmal Nikolaj Madsen im Reynard SF 87 deutlich im Gesamtklassement mit knapp 16 Sekunden Vorsprung vor Damien Mercanton und knapp 20 Sekunden vor  Klaus-Dieter Häckel, beide im Tatuus. Die Klassen gewannen Madsen, Mercanton und wieder Nils Leuber (Van Diemen RF 88) und Roel Mulder (PRS RH 02).

 

Angesichts des Dauerregens am späten Vormittag waren Etliche verständlicherweise dann sehr motiviert, möglichst schnell einzupacken. Und gerade schwappte ein Wasserstrahl vom Zeltdach in den Kaffee, aber auch das konnte Manfred Biehl, dem Zweiten Vorsitzender der HRA, die gute Laune nicht verderben. Er blickte mit Zufriedenheit auf den gelungenen Saisonauftakt. „Ich habe mich sehr gefreut,“ betonte er, „wie anständig sich unsere Italiener benommen haben.“

 

Punktestände

Hier die Punktestände für alle Eingeschriebenen Fahrer der HRA, des AvD Historic Race Cups und der Trofeo Novamotor.

Reglement und Unterlagen 2016

Hier schon mal der Reglements Entwurf für die Saison 2016 und die neuen Mitglieds Anträger, sowie die Erklärung zu den Mitgliedsanträgen und "Einschreibungen"

Terminplan 2016

So, hier der Endgültige Terminplan 2016

 

22-24 April                 Hockenheimring (Donnerstag testen, Fr-Sa)

HTP Papiere

Hier nochmals der Hinweis!!!

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